Gewerkschaftlicher Erfahrungsaustausch
Anlass der Themenreihe sind aktuelle Forderungen um eine Einschränkung des Streikrechts in der „kritischen Infrastruktur“ der öffentlichen Daseinsvorsorge. Würden diese umgesetzt, droht auch eine Übertragung auf andere Branchen, so die Befürchtung der Gewerkschaften. Dabei ist der Streik oft das letzte Mittel, um das Machtungleichgewicht zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu überwinden.
Dagegen ist in Zeiten eines abnehmenden Vertrauens in demokratische Institutionen auch eine Erweiterung des Streikrechts auf politische Belange, die mit den eigenen Arbeitsbedingungen verbunden sind – beispielsweise die Personalausstattung im Öffentlichen Dienst – zu diskutieren. So könnte möglicherweise ein Beitrag zur Stärkung der Demokratie geleistet werden.
Zweite Veranstaltung der Themenreihe als World-Café
Ziel sind ein nicht-öffentlicher Erfahrungsaustausch und eine Diskussion von und mit Gewerkschaftsvertreter*innen über Branchengrenzen hinweg. Wie können Solidarität und das Sichtbarwerden von gemeinsamen Interessen und Unterstützung im Streik – und im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen und ein besseres Dienstleistungsangebot –, gemeinsam von Beschäftigten, Nutzern von Dienstleistungen und der Öffentlichkeit/Presse erreicht werden?
Das AK-Thema richtet sich primär an Gewerkschaftssekretäre und betriebliche Interessenvertretungen, Mitarbeitervertretungen über verschiedene Dienstleistungsbranchen des öffentlichen Dienstes und der Gewerkschaften hinweg.
Vor diesem Hintergrund laden die Arbeitskammer des Saarlandes und der DGB Saar nun zur zweiten Veranstaltung der Themenreihe Streikrecht am 12. September 2024 von 16 Uhr bis 19 Uhr in den Großen Saal der Arbeitskammer in Saarbrücken ein.
Für weitere Informationen und Anmeldung:
www.arbeitskammer.de
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Arbeitskammer