Die Rente steht seit einiger Zeit wieder im Zentrum der politischen Debatte. In den Medien wird dabei häufig folgendes Bild gezeichnet: Wir können uns das bestehende Rentensystem aufgrund des demografischen Wandels nicht mehr leisten, Rentenkürzungen und eine weitere Anhebung des Rentenalters seien daher unausweichlich. Diese Politik sei im Interesse der jüngeren Menschen, da diese für die steigenden Rentenzahlungen an die Alten aufkommen müssten.
Die Veranstaltung wirft einen kritischen Blick auf diese fehlgeleitete Rentendebatte und liefert Denkanstöße für eine Rentenpolitik im Sinne der Beschäftigten. Fest steht: Die gesetzliche Rentenversicherung muss die tragende Säule des Rentensystems bleiben, aber solidarischer werden. Dafür muss die Rentenversicherung endlich alle Erwerbstätigen einbeziehen, also auch freiberuflich Arbeitende und andere Selbstständige, Beamtinnen und Beamte sowie Abgeordnete. Ein derartiges Modell ist gerechter als das bestehende Rentensystem – und es funktioniert, wie der Blick in unser Nachbarland Österreich beweist.
Die Erwerbstätigenversicherung und damit verbundene Reformen der Alterssicherung werden im Rahmen der Veranstaltung aus mehreren Perspektiven beleuchtet: Wie muss das Rentensystem aus Sicht der IG Metall reformiert werden, um allen Beschäftigten ein auskömmliches Einkommen im Alter zu sichern? Was sagen uns im Auftrag der AK erhobene Umfragedaten darüber, was für ein Rentensystem sich die Menschen in Deutschland wünschen? Warum sind die Renten in Österreich so viel höher als in Deutschland? Und wie ist es in Österreich gelungen, Selbstständige und Beamtinnen und Beamte in das gesetzliche Rentensystem zu integrieren?
Das AK-THEMA findet am 14. Januar 2026 von 16.30 Uhr bis 19.30 Uhr im Großen Saal der Arbeitskammer in Saarbrücken statt. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis zum 7. Januar 2026.
Für Programm und Anmeldung:
www.arbeitskammer.de/anmeldung/rente
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Arbeitskammer